Da es viele noch nicht wissen, Thymian – ein Heilkraut der besonderen Art

Thymian-300x217Der Thymian wurde zur Duftpflanze des Jahres 2013 gewählt: Wie sich das Heilkraut auf den Menschen auswirkt und welche Bedeutung es für die medizinische Aromatherapie hat, darüber wird demnächst auf einer Tagung gesprochen. Thymian hilft beispielsweise bei Husten, ebenso wie bei Schmerzen, Bakterien und Viren.

Thymian kann als Tee, Gewürz, zum Räuchern genutz und sogar geraucht werden!
Die positive Wirkung auf den Körper und die Seele wurde oft getestet und ist unbestritten.

In etlichen Kräuterratgebern wird über das altbewährte Hausmittel geschrieben. Es heißt, dass Thymian (Thymus vulgaris) einen unvorstellbaren Reichtum an Aroma, Geschmacksstoffen und therapeutisch nutzbaren Molekülen in sich trägt, die dem Menschen gegen allerlei hilft. Die Duftpflanze soll verjüngend auf den Gehirn- und Nervenstoffwechsel wirken und hemmt Entzündungen sowie Schmerzen, zudem hilft sie bei der Fettverbrennung und kräftigt das Immunsystem, auch bei Husten soll Thymian den Schleim lösen. Das ätherische Öl des Krauts wird zum Beispiel zur Herstellung von Zahnpasten und Mundwasser verwendet, ebenso in Fertigsalben, Mitteln zum Einreiben und Medikamenten gegen Atemwegs- und Muskelbeschwerden. Mischt man einige Tropfen des Öls ins Badewasser, soll es sogar rheumatische Schmerzen lindern und entkrampfen.
In dem Buch “Kräuterbibel: Heilkräuter, Rezepte, Pflanztipps” von Jennie Harding heißt es unter anderem, bei der medizinischen Verwendung des Krautes, dass ein einfacher Aufguss der Blätter zusammen mit einem Teelöffel Honig ein ausgezeichnetes Mittel bei Halsschmerzen, Husten, Atembeschwerden und Heiserkeit  ist – was für viele,  die momentan womöglich unter einer Erkältung leiden, eine mögliche natürliche Alternative wäre. Die “Kräuterbibel” warnt lediglich davor, dass man in der Schwangerschaft Thymian nicht medizinisch, sondern lediglich sparsam als Küchengewürz verwenden sollte.
In dem Buch “Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis” (Verlag Stadelmann), das am 28. Februar 2013 bei uns auf den Markt kommt, steht laut “diepresse.com” geschrieben, dass Thymian ebenfalls gegen Angstzustände, Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Fußpilz, Insektenstiche, Konzentrationsstörungen und Stress hilft.

Seit Jahrtausenden machen sich die Menschen das Heilkraut zunutze. Ein guter Grund für die österreichische Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege und von Vaga, der österreichischen Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker Thymian zur Duftpflanze des Jahres 2013 zu ernennen. Ingrid Karner, Vaga-Vorsitzende sagt: “Wir haben diesen Lippenblütler auch deswegen gewählt, weil er bei uns heimisch und wissenschaftlich sehr gut erforscht ist”.

Unter anderem fand man heraus, dass die ätherischen Öle antibakteriell und fungizid (pilzabwehrend) wirken. Karner meint dazu, dass man diese Öle daher als Raumduft verwenden könne. Die in der Luft zirkulierenden Moleküle würden dann Bakterien oder Pilzsporen schwächen oder beseitigen. Sogar auf einigen Krankenhausstationen kommt es auf diese Weise bereits zum Einsatz. Es gibt bereits erste Hinweise darauf, dass die ätherischen Öle des Thymians auch eine schwache Wirkung gegen Viren haben könnten.

Der deutsche Chemiker Erich Schmidt untersuchte mit Kollegen die chemische Zusammensetzung der vier Chemotypen des ätherischen Öls von Thymian vulgaris und prüfte ihre antibakteriellen Eigenschaften. Wolfgang Steflitsch, Lungenfacharzt und Präsident der österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege sagt: “Die höchste Aktivität zeigt der Chemotyp Thymol, er kann es hinsichtlich Wirkstärke mit etlichen künstlich hergestellten Antibiotika aufnehmen. Der Chemotyp Thymol des Thymians ist überhaupt eines der stärksten pflanzlichen Antibiotika.”

Petra Zizenbacher, Allgemeinmedizinerin und Notärztin in Wien, schätzt das Heilkraut ebenfalls und konnte bereits gute Erfahrungen damit machen: “Thymian hat sich unter anderem bei Entzündungen der Atemwege sehr bewährt. Ein Tee oder eine Inhalation hilft also gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit.” So sei Thymian auch bei Scheidenentzündungen, Scheidenspülungen oder Sitzbäder hilfreich. Das gelte auch bei entzündlicher Akne mit Thymianaufguss. Auch bei Zahnfleischentzündungen helfe ein Thymiantee oder –aufguss bei Gurgeln gegen die Schmerzen. Zizenbacher rät: “Wer zu Entzündungen im Magen-Darm-Trakt neigt, soll reichlich mit Thymian würzen. Erstens, weil er entzündungshemmend wirkt und weil er zweitens Speisen verträglicher macht”. Man könne Thymian entweder selbst anbauen, in einem Bioladen oder auch in der Apotheke kaufen. Thymian aus dem Supermarkt hätte nicht immer die entsprechende Qualität.

Man kann die aromatische Heilpflanze auch getrost den Winter über im Freien lassen. Sie geht nicht kaputt und blüht im Sommer wieder aufs Neue.
Na, denn – wieder etwas gelernt! Ein Kraut, das den Titel “Duftpflanze des Jahres 2013″ absolut verdient zu haben scheint und dadurch wieder ein wenig mehr in den Vordergrund gerät.

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