Aus dem Archiv, Wladimir Wladimirowitsch Putins Leben und seine bedeutenste Rede 2007!

putin„Der Star auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2007“

(Dieter Krogmann, 10. Oktober 2007)

Wladimir Putin, am 7. Oktober 1952 in Leningrad geboren, verheiratet mit Ehefrau Ludmilla (von Beruf Fremdsprachenlehrerin) aus Kaliningrad – dem früheren Königsberg -, hat zwei Töchter: Katja, geb. 1985 und Maria, geb. 1986, die beide die Deutsche Schule in Moskau besuchten.

Der politische Werdegang von Putin ist eine einzige Erfolgskarriere, die seines Gleichen sucht.

1975: Abschluss der Leningrader Universität (juristische Fakultät).

1975 – 1990: Dienst bei der Auslandsspionage des KGB. Arbeit in der DDR vom Leipziger Haus der deutsch-sowjetischen Freundschaft aus. Zweimal befördert. Nach der Rückkehr in die Sowjetunion Assistent des Leningrader Universitätsrektors für internationale Fragen, aber weiterhin Offizier der Reserve beim KGB.

Sommer 1990: Berater von Anatoli Sobtschak.

1991: Nach Anatoli Sobtschaks Wahl zum Bürgermeister wird Putin zum Leiter der Abteilung für auswärtige Beziehungen der Stadtverwaltung, ist auch für die Petersburger Devisenbörse zuständig. Vorwürfe einer Untersuchungskomission des Stadtsowjets und der Staatsanwaltschaft über Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Lizenzen zur Rohstoffausfuhr – um Lebensmittel für die hungernde Stadt zu importieren – an Putin werden offiziell nicht bestätigt.

März 1994: Putin wird Vizeregierungschef von St. Petersburg.

1995: Leitung der Wahlkampagne von „Unser Haus Russland“ bei den Duma-Wahlen.

Frühjahr 1996: Gemeinsam mit Alexej Kudrin Leitung des Wahlkampfstabes von Anatoli Sobtschak. Nach Sobtschaks Niederlage bei den Petersburger Gouverneurswahlen und dem Sieg von Wladimir Jakowlew tritt Putin von allen Ämtern zurück.

Juni 1996: Unter Pawel Borodin Stellvertretender Leiter der Verwaltung für Kreml-Liegenschaften. Verantwortlich für das Auslandsvermögen.

März 1997: Vizechef der Präsidialverwaltung. Zuständig für die Arbeit mit den Regionen.

Juli 1998: Ernennung zum Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Neuer Dienstgrad: Oberst.

März 1999: Vorsitzender des Sicherheitsrates, Putin bleibt aber FSB-Chef.

Dezember 1999: Putin übernimmt nach dem überraschenden Rücktritt von Boris Jelzin dessen Amtsgeschäfte.

März 2000: Mit über 52% der Stimmen im ersten Wahlgang zum russischen Präsidenten gewählt.

Mai 2000: Offizielle Amtseinführung als russischer Präsident.

März 2004: Wiederwahl im ersten Wahlgang

Wladimir Putin ist trotz dieser beispiellosen Kariere ein realitätsbezogener Pragmatiker geblieben, der Russland aus dem Zustand rückständiger politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Erstarrung mit großem Erfolg in die Gegenwart der „Globalisierung“ geführt hat.

Eine der Säulen des Denkens und Handelns von Putin, als prägende Persönlichkeit in der russischen Politik, formuliert sich im folgenden Zitat:

Ich habe keine Verbindungen zu der Moskauer Elite. Ich bin aus der Provinz.“

Was Putin letztlich für viele sehr sympathisch macht, ist seine unaufdringliche und zurückhaltende Persönlichkeit und Intelligenz, die im krassen Widerspruch zu dem Charakter des US Präsidenten W. G. Bush steht.

Putin spricht fast perfekt Deutsch und ein gutes Englisch.

Putin ist ein Präsident des russischen Volkes, der Deutschland größte Sympathie entgegenbringt. Solche „Neigungen“ kommen der Bush-Administration mit Sicherheit nicht sehr gelegen. Das hat sich sehr anschaulich in der jüngsten Diskussionen um die russischen Gaslieferungen nach Deutschland und Westeuropa gezeigt.

Nachdem die WHO Russland nahegelegt hatte, dass die Preise für russisches Erdgas dem Weltmarktpreis angeglichen werden müßten und dies eines der Vorbedingungen zur Aufnahme Russlands in die WHO sei, zog die US orientierte westeuropäische Presse in einer unglaublich einseitigen Berichterstattung über die „Zuverlässigkeit“ des Lieferanten Russland her.

Nachdem Putin versuchte, die Preise für ehemalige kommunistische Partnerstaaten vorsichtig dem Weltmarktpreis anzugleichen und daraufhin diese die Gaslieferungen durch ihre Länder nach Europa behinderten, wurde Putin dies von den Drahtziehern der Bush-Administration als Unzuverlässigkeit ausgelegt, mit der deutlichen Warnung an Europa, man möge sich nicht in die „Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen“ begeben.

Eine Demonstration der Verlogenheit der US amerikanischen Mineralölindustrie, die eng mit der Bush-Administration verflochten ist.

Hierbei wurde völlig übersehen, dass mit dem Nah-Ost-Krieg nicht nur Europa über die erpresserische, strangulierende Preisgestaltung der amerikanischen Welt-Ölbörse, an den Abgrund von Inflation und Verschuldung getrieben wurde. Die Ölmultis in USA erlebten nach dem Beginn des Nah-Ost-Krieges Höhenflüge ihrer Gewinne wie noch nie in der Wirtschaftsgeschichte. Und dies auf Kosten der Abnehmerländer, vor allem aber auf Kosten der europäischen Bürger.

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2007 profilierte sich Putin in sachlicher Weise als einer der wenigen Politiker von Weltklasseformat. In kurzen klaren Darlegungen kritisierte Putin die Politik der USA als „ungezügelten Gebrauch von Gewalt“.

Insbesondere wies Putin auf den Wortbruch der NATO hin, die während des Zusammenbruchs des Warschauer Paktes zugesichert hatte, dass es zukünftig keine NATO-Truppen östlich der deutschen Grenzen geben werde.

Lesen Sie hierzu auch die folgende T-Online-Meldung:

http://onnachrichten.t-online.de/c/10/33/80/64/10338064.html

Seit der Sicherheitskonferenz von 2006 hat sich in der weltpolitischen Einstellung von Bundeskanzlerin Merkel nicht viel geändert. Die bedingungslose Übernahme US amerikanischer Standpunkte in der Außenpolitik verfestigt die Gewissheit, dass sich Deutschland in Zukunft mehr und mehr dem aggressiven Kampf der USA nach wirtschaftlicher und militärischer Beherrschung der zukünftigen Welt untertänigst fügt. Selbstverständlich mit den damit verbundenen Bürden finanzieller Belastungen und Sicherheitsrisiken für die Bundesrepublik Deutschland und damit seiner Bürger.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag aus dem Februar 2006:

http://www.denkfabrik-info.de/28826/100566.html

Der beschlossene Einsatz von deutschen TORNADO-Jagdbombern in Afghanistan ist Beweis für eine politische Geisteshaltung unserer Eliten, die letztlich zu immer umfangreicheren und brutaleren militärischen Auseinandersetzungen führen wird.

Der unumstößliche Grundsatz aus der Naturwissenschaft und Philosophie:

Druck erzeugt Gegendruck!“

wird mit aller Härte auf alle Beteiligten zurückschlagen.

Dass letztlich soziale Ungerechtigkeiten der Grund für ein Auseinanderbrechen von gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien sind, scheint sich nicht in die Kopfe der gegenwärtigen politischen Eliten fügen zu wollen.

Kanzlerin Merkel versuchte im Vorfeld der Sicherheitskonferenz 2007 mit schwachbrüstigen Argumenten die gegensätzlichen Standpunkte zwischen den USA und Russland zu deeskalieren. Machte diesen Versuch aber sofort wieder nichtig, indem sie die verdeckte Drohung und oberlehrerhafte Haltung aussprach:

Ich bin sicher, Russland möchte ein verläßlicher Partner sein“.

(Dies im Hinblick auf die zukünftige Energieversorgung Deutschlands und der EU Länder durch Russland.)

Ein von den USA wirtschaftlich, politisch und militärisch unabhängiges Europa wird es nie geben, aber ein Europa ohne Russland verdammt die Europäer zu Sklaven US amerikanischer Interessen, deren ersten Auswirkungen wir bereits über die gegenwärtige Globalisierungsprozesse spüren. Die Verschuldung privater Haushalte ist ein unbestechlicher Maßstab für die Umverteilung von Kapital innerhalb unserer Wirtschaftssysteme.

Für Interessierte hier der Link zur Schufa – Privatverschuldungsindex – als hochinteressanter Beitrag zur Diskussion um Globalisierungsprozesse.

http://www.schulden-kompass.de/pvi/index.php

Herzliche Grüße

Dieter Krogmann

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